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Anfragen bitte nur telefonisch über die Praxis unter 0621-417541.
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getrieben wurde, ggf. in extrem wichtigen Fällen siehe unter Impressum)
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Ohranatomie

(zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken)
Audiologische Untersuchungen
zum Verständnis der Wertigkeit der einzelnen Untersuchungen ist ein
Mindestmaß von anatomischen Wissen über die Ursachen der Erkrankungen erforderlich.
Hier einige allgemeine ursächliche Informationen zu den häufigsten
Ohrerkrankungen:
1) Das äußere Ohr:

meist handelt es sich um Verletzungen, Entzündungen oder Fremdkörper
sowie um Ekzeme.
Das das Trommelfell ist in der Regel intakt und stellt eine natürliche Barriere dar. Die
Behandlung kann daher meist von außen erfolgen. Bei Verletzungen des Trommelfelles muß
eine sofortige Intervention eingeleitet werden.
2) Das Mittelohr:

dieses sollte mit Luft gefüllt sein, zum einen um die Vibrationen des
Trommelfelles, der Gehörknöchelchen und damit die Leitung des Schalls weiter zu
Innenohr zu ermöglichen und zum anderen um einen Druckausgleich des Ohrschädels zu
ermöglichen. Dieser wird durch die Tube oder eustachische Röhre gewährleistet. Bei
Belüftungsstörung der eustachischen Tube, z.B. durch eine Verlegung der
Nasenatmungspassage oder des Nasenrachens wird das Mittelohr unweigerlich krank. Besonders
häufig tritt dies bei kleinen Kindern auf und kann unbehandelt zu bleibender
Schwerhörigkeit oder Taubheit führen. Ein Reflex bei zu lauten Geräuschen aktiviert
gewisse sehr kleine Mittelohrmuskeln, die beim Anspannen die Vibrationsfähigkeit der
Gehörknöchelchen abschwächen und stellen einen wichtigen Schutz vor Überlastung des
Innenohrs und dessen Schädigung dar.
Bei bleibender Belüftungsstörung wird sich das Mittelohr mit Flüssigkeit füllen, was
zu Druckgefühl und Schwerhörigkeit führt. Diese Flüssigkeit kann sich infizieren und
führt dann zu einer Mittelohrinfektion, zur Entzündung oder Vereiterung. (Diese
Mittelohrbelüftungsstörung kann mittels eines kleinen Stöpsels im Gehörgang
völlig unproblematisch gemessen werden, diese Gerät sehen Sie auf dem Bild in
Abschnitt 1, genannt Impedanzmessung oder Tympanometrie.) Dadurch können
wichtige Strukturen im Mittelohr, z.B. die Gehörknöchelchen und somit auch das Gehör,
bleibend geschädigt werden - bei schweren Entzündungen auch das Innenohr.
3) Das Innenohr:

hier findet die Analyse der mechanischen Vibrationen in einzelne
Tonfrequenzen und dann deren Umformung in Nervenimpulse statt, die dann vom Gehirn
verstanden werden können. Zum anderen befinden sich in den Bogengängen Beschleunigungs-
und Schwerkraftsensoren, die zusammen mit dem Hörnerven Informationen für das
Gleichgewicht an das Gehirn senden.
Gleichgewichtsorgan und Innenohr bilden als Labyrinth eine Einheit. Dieses Labyrinth ist
in Knochen eingebettet und wird nur durch eine haardünne Arterie mit Blut versorgt, der
sog. Arteria labyrinthi, und die nicht etwas über die Halsschlagader, sondern über die
Wirbelsäulenschlagader. Bei Störungen der Blutversorgung kann es somit zu Schwindel
und/oder Schwerhörigkeit und/oder Tinnitus kommen. Dieser stellt eine weitere
durchblutungsbedingte Störung dar - eine nicht so schwere aber oft sehr lästige
Innenohrstörung, wobei sich geschädigte Innenohrzellen verselbständigen und
Informationen über Geräusche weitergeben, die es gar nicht gibt . All dies Störungen
können allerdings auch durch ganz andere Ursachen entstehen, daher sind intensive
ärztliche Untersuchungen unerläßlich und dienen nicht nur zur Erfassung des erlittenen
Schadens sondern auch zum Ausschluß anderer seltener und oft schwerwiegender
Erkrankungen.
Die wichtigsten audiologischen Untersuchungen:
Stimmgabeluntersuchung:
Stellt die einfachste, zuverlässigste und schnellste audiologische Untersuchungsmethode
dar. Hiermit kann man die Ursache der Hörstörung in 2 grundlegende Hauptgruppen
differenzieren.
Audiogramm:
zur Erfassung des Gehörs in verschiedenen Tonhöhen
Tympanometrie:
Beweglichkeitsmessung des Trommelfelles in Abhängigkeit der Mittelohrbelüftungs
(s. o.)
Mittelohrreflexmessungen:
Messung der Schwelle bis zu Auslösen des Mittelohrreflexes
OAE (Otoakustische Emissionen) Ein funktionierendes
Innenohr gibt bei Stimulation meist unhörbare Schallwellen ab, die beweisen
können, daß das Innenohr funktionert, auch wenn der Patient nicht antworten
kann oder will (bei Kindern oder in Narkose)
Akustisch evozierte Potentiale:
Messungen der Leitungsgeschwindigkeit vom Innenohr zum Gehirn (siehe auch
Tinnitus)
Sprachaudiometrie:
Messung für das Verständnis von Sprache
Elektronystagmographie:
Messung der allgemeinen Funktion der Gleichgewichtsorgane durch thermische Reize
Drehstuhluntersuchung:
Messung spezieller Funktionen der Gleichgewichtsorgane
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